30.03.2015

Zweimastiges Segelboot kaufen - Rigg-Arten & Praxis-Tipps

Zweimastiges Segelboot kaufen - Kriterien für die Auswahl traditioneller und moderner Zweimaster

Sturmerprobt, kursstabil und elegant gleiten sie durch die Wellen: Wer ein Zweimastiges Segelboot steuert, spürt die Faszination echter Seemannschaft. Die Aufteilung der Segelfläche auf zwei Masten bietet spürbare Vorteile bei Starkwind. Dennoch verlangt die Handhabung von Ketch, Schoner oder Yawl tiefgehendes Fachwissen.




Konstruktionsmerkmale und Segeleigenschaften im Vergleich

Hinter dem Begriff Zweimastiges Segelboot verbergen sich völlig unterschiedliche Rigg-Arten. Bei der Ketch steht der kleinere Besanmast vor dem Ruderquadranten. Dies sorgt für eine exzellente Balance auf Amwindkursen. Umgekehrt verhält es sich beim Schoner, dessen achterer Mast der größere ist. Diese Verteilung der Segelabschnitte erleichtert kleineren Crews das Reffen enorm. Statt eines riesigen Großsegels kontrollieren Skipper mehrere handliche Tücher.

Wirtschaftliche Aspekte beim Erwerb von Traditionsseglern

Investitionen in ein Zweimastiges Segelboot erfordern eine präzise Kalkulation der laufenden Kosten. Doppeltes Stehendes Gut bedeutet auch doppelte Wartungsaufwendungen für Wanten und Stage. Auf dem Gebrauchtbootmarkt erzielen gut gepflegte Holz- und Stahlschiffe stabile Preise. Einsteiger sollten vor dem Kauf unbedingt die Struktur der Mastschuhe sowie die Decksstrukturen auf Feuchtigkeit prüfen lassen.

Reviereignung und Manövrierfähigkeit im Hafen

Auf Langfahrt entfaltet ein Zweimastiges Segelboot sein volles Potenzial. Die Kursstabilität reduziert den Energiebedarf von Autopiloten signifikant. Enge Boxengassen in modernen Marinas fordern dagegen vollen Einsatz am Steuerrad. Durch den langen Kiel und die Hebelwirkung des Besans erfordert das Rückwärtsanlegen unter Motor spürbare Übung. Erfahrene Segler nutzen den Winddruck auf das Achtersegel gezielt, um den Rumpf ohne Bugstrahlruder zu drehen.